Bau der Oberflächenabdichtung der Deponie Ibbenbüren
Chronologie des Baus der Oberflächenabdichtung:
Schema der unterschiedlichen Schichten der Oberflächenabdichtung: Ausgleichsschicht, mineralische Dichtung, Flächenfilter, Rekuboden
Bauabschnitte 2 und 3
Juni 2007: Aufbringung der Ausgleichsschicht
Juli 2007: Auftragen der Tonschicht
August 2007: Verteilung der Drainageschicht (Flächenfilter)
Oktober 2007: Aufbringung des Bodens für die Rekultivierungsschicht
November 2007: Übersicht über die Baustelle
Sommer 2008: Fertigstellung BA 2 und 3

Bauabschnitt 4
Sommer 2008 bis Herbst 2009: Maßnahme Bauabschnitt 4


allgemeine Informationen zu den Oberflächenabdichtungen



Bauabschnitte 2 und 3
Im Juni 2007 begannen die Bauarbeiten zur Oberflächenendabdichtung der Bauabschnitte 2 und 3 der Zentraldeponie Ibbenbüren. Die zu dichtenden Bauabschnitte haben eine Fläche von insgesamt 18.000 m².

Juni 2007: Aufbringung der Ausgleichsschicht
Bild 1:
Die Ausgleichsschicht reguliert Unebenheiten und kann auch zur Profilierung des Geländes eingesetzt werden. Sie wurde im Juni 2007 aufgebracht. Die Ausgleichsschicht ist eine Tragschicht für die Oberflächenendabdichtung und muss daher einen hohen Verdichtbarkeitsgrad aufweisen.
Da die Ausgleichsschicht direkt über dem Deponiekörper, jedoch noch unter der Endabdichtung liegt, darf sie aus belastetem Material bestehen.

Juli 2007: Einbau der mineralischen Dichtung (Ton)
Die mineralische Dichtung dient dem Schutz der Umwelt vor dem abgelagerten Müll. Sie soll verhindern, dass giftige Substanzen aus den Abfällen austreten und in das Grundwasser, das Oberflächenwasser oder in die Atmosphäre gelangen können. Die mineralische Dichtung schützt aber auch den Müllkörper vor eindringendem Niederschlagswasser. Je mehr Niederschlag in den Deponiekörper eindringen kann, desto mehr Wasser muss über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg in einer kostenintensiven Sickerwasserbehandlung abgereinigt werden.
Bild 2:
Der eingebaute Ton hat einen Durchlässigkeitsbeiwert (kf) von 5x10-9.
Bild 3:
Der eingebaute Ton stammt größtenteils aus dem angrenzenden Steinbruch der Firma Westermann.
Rechts im Bild ist bereits die Drainageschicht erkennbar.

August 2007: Einbau der Drainageschicht
Bild 4:
Die Drainageschicht soll das Regenwasser, das sich über der Tonschicht aufstaut, gezielt ableiten.
Das Bild zeigt einen Bereich, der den Übergang zu einem bereits abgedichteten Bauabschnitt darstellt.
Bild 5:
Insgesamt werden mehr als 5.000 m³ Schotter eingebaut.
Der Schotter wird mit LKW (Dumper) angeliefert. Ein Bagger verteilt das Material flächig.

Oktober 2007: Aufbringung des Bodens für die Rekultivierungsschicht
Bild 6:
Fast 30.000 m³ Oberboden werden insgesamt an den Bauabschnitten 2 und 3 über der Drainageschicht eingebaut. Auf dem Bild ist erkennbar, dass mit dem Einbau der Rekultivierungsschicht gerade begonnen wird.
Bild 7:
Zwischen Schotter und Boden befindet sich die geotextile Trennschicht (Vlies). Das Vlies (weiß) verhindert, dass der Oberboden in die Drainageschicht ausgewaschen wird und so dessen Funktion einschränkt.

November 2007: Übersicht über die Baustelle
Bild 8:
Übersicht über die verschiedenen Baubereiche

Sommer 2008: Fertigstellung BA 2 und 3
Bild 9:
Im Sommer 2008 wurden die Bauabschnitte zwei und drei fertig gestellt. Das Bild zeigt das Areal nach vorläufiger Begrünung mit Senf im August 2008.
Im Hintergrund sind Bodenmieten erkennbar. Dieser Boden wird auf weitere Flächen als Rekultivierungsschicht mit Wasserhaushaltsfunktion aufgebracht.


Bauabschnitt 4
Direkt im Anschluss an die Fertigstellung von BA 2 und 3 begannen die Baumaßnahmen für den Bauabschnitt vier.
Dabei werden kontinuierlich je nach Verfügbarkeit der Materialen belastete Böden als Ausgleichsschicht, mineralische Dichtung, Schotter als Flächenfilter oder Rekuboden eingebaut.

Sommer 2008 bis Herbst 2009: Maßnahme Bauabschnitt 4
Bild 10:
Aufbringen der Ausgleichsschicht.
Bild 11:
Aufbringen der mineralischen Dichtung im September 2008.
Bild 12:
Aufbringen der Rekultivierungsschicht (Boden mit Wasserhaushaltsfunktion).
Bild 13:
Blick auf die Schichtenabfolge der Oberflächenabdeckung.
Gut erkennbar ist der Flächenfilter, der aus Schotter besteht und über der mineralischen Dichtung liegt. Nach oben wird der Flächenfilter von einem Vlies geschützt, auf dem der Rekuboden lagert.
Insgesamt werden im BA 4 6.000 m³ Schotter eingebaut.

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